Jüdische Namen auf dem Stadtplan von Oldenburg
Epiloge

Mit diesen Zeilen endet meine Darstellung der Straßen, Gassen und Plätze Oldenburgs, die jüdische Namen tragen, sowie der Persönlichkeiten jüdischer Herkunft, nach denen sie benannt wurden. Wer heute einen Blick auf den Stadtplan Oldenburgs wirft, findet inzwischen bereits rund fünfzehn solcher Straßennamen. In den vorliegenden Essays werden sie jeweils ausführlich beschrieben und durch aktuelle Fotografien ergänzt. Am wertvollsten erscheinen mir jedoch die Lebensgeschichten jener herausragenden Persönlichkeiten jüdischer Herkunft, deren Namen die Straßen der Stadt an der Hunte tragen. Sie erzählen von oft bewegenden und tragischen Lebenswegen sowie von ihrem bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des jüdischen Lebens in Oldenburg ebenso wie zur Weltkultur, Wissenschaft, Literatur und Philosophie.

In Oldenburg werden Entscheidungen über die Benennung von Straßen, Plätzen und Brücken selbstverständlich weder spontan noch willkürlich getroffen. Ihnen gehen vielmehr sorgfältige Recherchen und eine gründliche Prüfung der historischen und rechtlichen Grundlagen voraus. Der gesamte Prozess wird von der Stadtverwaltung koordiniert. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Straßennamenkommission, die die erforderlichen Untersuchungen durchführt und Empfehlungen für Umbenennungen oder die Vergabe neuer Straßennamen erarbeitet. Dies gilt insbesondere dann, wenn es um Persönlichkeiten geht, deren Bewertung kontrovers diskutiert wird oder bei denen historische Zusammenhänge besonders sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus werden weitere Institutionen und Fachstellen in den Entscheidungsprozess einbezogen, vor allem solche, die sich mit Erinnerungskultur, Stadtgeschichte und der Dokumentation von Straßennamen befassen.

So spiegelt die Toponymie Oldenburgs heute nicht nur die dankbare Erinnerung der Bürgerinnen und Bürger an ihre bedeutenden Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischer Herkunft wider, sondern auch das lebendige Engagement der Stadt für den Erhalt und die Pflege dieser Erinnerungsorte sowie für die Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Stadt Oldenburg trägt dazu bei, dass diese Erinnerung ein lebendiger Bestandteil des heutigen Stadtlebens bleibt.

Titelseite des Buches „13 jüdische Namen auf dem Stadtplan Oldenburgs“ © ljgo.de

Während der fast sechsmonatigen Veröffentlichung der einzelnen Kapitel dieser Essayreihe auf dem Internetportal Der Bote–Der Shlikh und später, nach dem Erscheinen meines deutschsprachigen Buches, in das dreizehn Essays dieser Reihe aufgenommen wurden, erreichten mich zahlreiche Rückmeldungen von bekannten und unbekannten Leserinnen und Lesern – nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den USA, Australien, Israel, der Ukraine, Russland, Lettland und anderen Ländern. Sie schrieben mir E-Mails oder Nachrichten über WhatsApp oder riefen mich persönlich an. Mit einigen von ihnen entwickelte sich ein interessanter Austausch. Dieser führte nicht nur dazu, dass kleinere Ungenauigkeiten in meinen Essays berichtigt werden konnten, sondern brachte sogar neue Informationen und bisher unbekannte Episoden ans Licht. Allen, die sich die Zeit genommen haben, mir zu schreiben, danke ich herzlich für ihre anerkennenden Worte und ihre moralische Unterstützung. Sie sind für mich eine große Motivation, meine historischen Recherchen fortzusetzen und weitere Veröffentlichungen vorzubereiten.

Dennoch halte ich es für lohnenswert, den Leserinnen und Lesern einige der Zuschriften vorzustellen, die mich erreicht haben. Diese kurzen Kommentare sagen bisweilen mehr aus als ausführliche Rezensionen von Fachleuten. Manche Leserinnen und Leser gaben in ihren kurzen Besprechungen eine Gesamteinschätzung des Buches oder der gesamten Essayreihe. So schreibt beispielsweise die Moskauer Leserin Marija Jantowskaja:

„Vor Kurzem stieß ich im Internet auf ein E-Book über die Geschichte, die Zerstörung und den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde Oldenburg, die während der Schoa von den Nationalsozialisten vernichtet wurde. Das Buch berichtet jedoch nicht nur darüber, sondern auch über die Wiederherstellung der Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten jüdischer Herkunft – sowohl an diejenigen, die unmittelbar mit dem jüdischen Leben in Oldenburg verbunden waren, als auch an jene, die einen bedeutenden Beitrag zur Weltwissenschaft und Kultur geleistet haben. Diese Erinnerung wird heute sowohl von der jüdischen Gemeinschaft als auch von der Stadtverwaltung bewahrt und gepflegt. Straßen und Plätze werden nach Jüdinnen und Juden benannt, die während der Schoa ermordet wurden oder – in wenigen Ausnahmefällen – überlebten. Unter diesen Namen finden sich weltweit bekannte Persönlichkeiten wie Janusz Korczak, Anne Frank, Lise Meitner („die Mutter der Atombombe“), Hannah Arendt, Rahel Varnhagen und viele andere. Zugleich erinnert die Stadt aber auch an Rabbiner, Rechtsanwälte, Ärzte und Unternehmer, die außerhalb Oldenburgs kaum bekannt sind, sich jedoch durch ihr berufliches und gesellschaftliches Wirken verdient gemacht haben, darunter Leo Trepp, Adolf de Beer, Philipp de Haas und weitere.“

Marija Jantowskaja © Foto aus dem Archiv des Autors

Als Maria nach und nach die neu erschienenen Kapitel der Essayreihe auf dem Internetportal Der Bote–Der Shlikh las, schickte sie mir mehrfach Nachrichten – per WhatsApp oder E-Mail. Sie schrieb unter anderem:

„Dieses Buch ist ungemein faszinierend, und die von Ihnen geleistete Aufklärungsarbeit ist von großer Bedeutung. Ich kann mir gut vorstellen, welch enorme, anspruchsvolle und geradezu bewundernswerte Arbeit Sie geleistet haben, um interessante Fakten und historische Fotografien zusammenzutragen und sie den Leserinnen und Lesern in diesem Buch zugänglich zu machen. Sie haben nicht nur Material über die Persönlichkeiten Ihres Buches aus den unterschiedlichsten Quellen gesammelt, sondern sind auch selbst die Straßen und Plätze abgegangen, die an diese bedeutenden Menschen erinnern. Den größten Teil der Fotografien haben Sie persönlich aufgenommen, damit die Leserinnen und Leser die Straßenschilder mit den „jüdischen“ Namen ebenso wie die reizvollen Ecken dieser deutschen Stadt mit eigenen Augen sehen können.“

„Besonders hervorheben möchte ich, dass die meisten Persönlichkeiten, von denen dieses Buch erzählt und die jener schrecklichen Zeit entkommen konnten, noch viele Jahre weiterlebten. Sie setzten ihre Arbeit fort, gründeten Familien und konnten ihre Kinder und Enkel aufwachsen sehen. Einige kehrten nach Deutschland zurück, andere fanden in Israel oder in den Vereinigten Staaten eine neue Heimat.“

Isabella Bondarenko © Foto aus dem Archiv des Autors

Mein alter Freund und meine treue Leserin Isabella Bondarenko, eine Rentnerin aus der Hansestadt Bremen, schickte mir – wie immer – eine sehr emotionale Rückmeldung. Darin erinnerte sie auch an meine früheren Veröffentlichungen aus dem Zyklus „Familienchroniken“:

„Vor mir liegt das schön gestaltete Buch „13 jüdische Namen auf dem Stadtplan Oldenburgs“ von Yakub Zair-Bek. Übrigens wurden inzwischen bereits 15 solcher Namen entdeckt. Jedes Kapitel liest sich mit großem Interesse und Vergnügen. In jedem von ihnen steht ein Menschenleben mit seinen Freuden und Leiden, die Geschichte starker, kluger und wunderbarer Menschen. All das ist mit Eleganz, in einer glänzenden Sprache und ohne übertriebenen akademischen Ballast geschrieben. Gerade dadurch wird jede Geschichte für einen breiten Leserkreis verständlich. Ebenso talentiert und fesselnd erzählte der Autor bereits in seinen Büchern und anderen Veröffentlichungen von fernen und nahen Vorfahren, von seinen Großmüttern und Großvätern, von Vater, Mutter und anderen Verwandten. Es ist so geschrieben, dass einem der Atem stockt! Gott schenke dir, Jakub, gute Gesundheit, viel Freude, Glück und Erfolg! Dein Talent ist unerschöpflich. Erfreue uns noch lange, lange …“

Eine besonders herzliche und von vielen Gefühlen, ja sogar philosophischen Gedanken geprägte Zuschrift erhielt ich von einer Rentnerin aus Oldenburg. Sie bat mich, ihren vollständigen Namen nicht zu veröffentlichen und sie lediglich als Lubow H. zu nennen. Vielleicht erscheinen manche ihrer Formulierungen etwas emotional – doch gerade darin liegt ihre Aufrichtigkeit. Alles, was sie schrieb, kam von Herzen:

„Herzlichen Dank, lieber Jakub! Wie immer war ich nach der Lektüre Ihrer Werke – ob Erinnerungen oder publizistische Beiträge – noch lange tief beeindruckt. Sie wecken in mir gleichermaßen die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten wie auch die Bewunderung für Ihr außergewöhnliches Talent und Ihre Fähigkeit, so zu schreiben, dass niemand unberührt bleibt. Ich bewundere Ihre unermüdliche schöpferische Arbeit. Mit großer Freude lese ich alles, was Sie veröffentlichen, und entdecke dabei jedes Mal etwas Neues. Alles ist außerordentlich interessant und lehrreich. Man geht täglich durch die Straßen und macht sich kaum Gedanken darüber, nach welchen Menschen sie benannt sind. Mit Ihren Veröffentlichungen haben Sie einen bedeutenden Beitrag zur historischen Aufklärung geleistet. Sie haben die Herzen vieler Menschen aus verschiedenen Städten und sogar Ländern berührt und sie mit Ihrer Idee angesteckt. Ich bin überzeugt, dass viele Leserinnen und Leser nun den Wunsch verspüren werden, mehr über jene Persönlichkeiten zu erfahren, nach denen die Straßen ihrer eigenen Städte benannt sind. Noch einmal meinen herzlichen Dank!“

Einige Leserinnen und Leser schrieben mir bereits nach der Veröffentlichung einzelner Kapitel oder mehrerer Essays und teilten ihre persönlichen Eindrücke mit. Zu den besonders herzlichen Zuschriften gehörten die Nachrichten von Irina Choroschewskaja aus dem kleinen Ort Springfield im US-Bundesstaat New Jersey, die mir unter anderem schrieb:

„Ich hatte gerade Zeit und habe Ihre neue Veröffentlichung über die Wissenschaftlerin Lise Meitner, die als „Mutter der Atombombe“ bezeichnet wurde, sofort gelesen. Natürlich hatte ich zuvor weder von ihr noch von ihrem dramatischen Schicksal und ihrem Beitrag zur Weltwissenschaft je etwas gehört. Es war sehr interessant. Durch Sie bilde ich mich weiter. Schreiben Sie also bitte weiter. Vielen, vielen Dank!“

„Mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag über die „vergessene“ Heldin des niederländischen Widerstands gelesen. Dabei habe ich erfahren, dass sich während des Zweiten Weltkriegs nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen aktiv gegen das nationalsozialistische Regime engagierten. So lernte ich Ruth de Jonge kennen – eine mutige Frau mit großem Herzen, die ihr Leben dem Kampf gegen das Böse widmete und Hunderte jüdischer Menschen rettete. Dank dieser Veröffentlichung werden sich sicherlich noch mehr Menschen für die Geschichte interessieren und die Namen ihrer großen Heldinnen und Helden kennenlernen.“

Irina Choroschewskaja © Foto aus dem Archiv des Autors

Roman Rosenstein © Foto aus dem Archiv des Autors

Mehrmals teilte mir auch Roman Rosenstein, ein naher Verwandter meiner verstorbenen Ehrefrau Rimma, wie immer sehr herzliche Kommentare mit. Roma lebt in New York, arbeitete viele Jahre bei der New Yorker U-Bahn und ist erst vor Kurzem in den Ruhestand gegangen. Er schrieb:

„Ich habe gerade deine beiden neuen Essays gelesen – über den Philosophen und Zionisten Martin Buber sowie über die „unbekannte“ Heldin des niederländischen Widerstands, Ruth de Jonge – und sie mit großem Vergnügen gelesen. Du machst deine Leserinnen und Leser mit außerordentlich interessanten Persönlichkeiten bekannt, von denen viele zuvor noch nie etwas gehört haben. Das ist eine sehr wichtige Aufklärungsarbeit. Danke, dass du dich ihr widmest. Ich bin einer von vielen Lesern, denen deine Essays sehr gefallen haben, und natürlich habe ich ihnen auch mit Freude ein „Gefällt mir“ gegeben.“

Die den Leserinnen und Lesern bereits bekannte Maria Jantowskaja, eine Rentnerin aus Moskau, schrieb über ihre Eindrücke zu dem Essay „Das Mädchen aus Amsterdam“:

„Tatsächlich endete für die meisten Leserinnen und Leser die Geschichte des berühmten Tagebuchs von Anne Frank, das zu einem Symbol der Schoa geworden ist, mit der Verhaftung der Menschen, die sich im Hinterhaus versteckt hielten. Über das tragische und qualvolle Schicksal von Anne und ihrer Schwester Margot im Konzentrationslager Bergen-Belsen haben viele – mich eingeschlossen – kaum jemals nachgedacht …“

Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ bei vielen Leserinnen und Lesern jedoch der Essay über die österreichische Physikerin Lise Meitner, die von Kollegen und Journalisten als „Mutter der Atombombe“ bezeichnet wurde. Obwohl ihr der Nobelpreis nie verliehen wurde, ist ihr Beitrag zur Entwicklung der Kernphysik unbestritten. Meine langjährige Leserin Anna H. aus Düsseldorf, die darum bat, ihren Familiennamen nicht zu nennen, schrieb mir dazu:

„Auf welch wunderbarem Feld du deine schöne Ernte einbringst! Ich werde nicht müde, dich zu bewundern. Vielen Dank! Von dieser Lise Meitner hatte ich nie zuvor gehört, erst recht nicht von irgendeiner „Mutter der Atombombe“. Mein Gott, wie viel wurde uns in der ehemaligen UdSSR verschwiegen und geheim gehalten!“

Meine gute Freundin Sofja Terentjewa, Lehrerin und Übersetzerin, die heute in Torrevieja (Spanien) lebt, teilte mir ihre Eindrücke von den gelesenen Essays mit. Unter anderem schrieb sie:

„Ich habe deine letzten Essays gelesen. Und nun – meine „Randbemerkungen“. Zweifellos war Martin Buber eine sehr eindrucksvolle Persönlichkeit, und er hatte ein interessantes Leben. Auf vielen Fotografien, die ihn im mittleren Alter zeigen, hat er ein gütiges Gesicht, besonders seine Augen. Von solchen Augen sagt man, sie strahlen. Gegen Ende seines Lebens wurde sein Blick fester. Es ist schade, dass er im Laufe seines Lebens selbst immer wieder erfahren musste, wie schwierig ein friedliches Zusammenleben von Juden und Arabern war. Für mich persönlich war der Beitrag über Buber sehr aufschlussreich: Wirklich viel wusste ich vorher nicht über ihn.“

Sofja Terentjewa © Foto aus dem Archiv des Autors

Dann wandte sich Sofja – wie man so schön sagt – dem Autor selbst zu:

„Ich kann mich nur den Worten deiner Leserin Nina Popowa anschließen: ‚Wenn dir die Gabe des Schreibens geschenkt wurde, dann schreibe und veröffentliche alles, was dich interessiert. An Talent und Fleiß mangelt es dir jedenfalls nicht!‘ Was deine verstorbene Frau und meine Freundin Rimma betrifft, die deinem schriftstellerischen Schaffen mit einer gewissen Skepsis gegenüberstand, so spreche ich gerade deshalb von deiner Begabung, weil ich davon fest überzeugt bin. Offenbar hatte Rimma ihre ganz eigene Vorstellung davon, was gute Literatur ausmacht – auch wenn ich das nur schwer nachvollziehen kann. Jetzt kannst du dich deiner schriftstellerischen Arbeit ganz widmen, und das mit großem Erfolg.“

„Ja, daraus ist wirklich ein bemerkenswerter Essayband geworden. Und ich wünsche dir von Herzen Gesundheit und viel Kraft für alles, was du noch vorhast. Dieses Thema ist unerschöpflich: Man braucht nur an einem einzigen Faden zu ziehen, und schon beginnt sich das ganze Knäuel zu entrollen. Bei dir ist daraus längst ein riesiges Knäuel geworden. Und wer weiß, was da noch alles auf uns wartet!“

Die den Leserinnen und Lesern bereits bekannte Maria Jantowskaja aus Moskau zog gewissermaßen das Fazit der gesamten Diskussion, die meine Essays ausgelöst hatten:

„Ich schließe mich allen positiven Rückmeldungen zu diesen wunderbaren Essays an und unterstütze jedes einzelne Wort. Die Veröffentlichung der einzelnen Kapitel auf dem Internetportal Der Bote–Der Shlikh und später des gesamten Buches mit diesem Inhalt ist gerade heute, in einer Zeit, in der der Antisemitismus weltweit wieder erstarkt, von großer Bedeutung. Und zwar nicht nur für den vergleichsweise kleinen Kreis von Menschen, die sich dem Judentum verbunden fühlen, sondern ebenso für eine breite Leserschaft. Besonders wichtig ist, dass dieses Material sowohl auf Deutsch als auch auf Russisch veröffentlicht wurde.“

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Sarah-Ruth Schumann © Foto aus dem Archiv des Autors

Liebe Leserinnen und Leser! Vor Ihrem inneren Auge sind die Lebenswege von fünfzehn Persönlichkeiten jüdischer Herkunft vorübergezogen, deren Namen auf unterschiedliche Weise sowohl mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Entwicklung der Stadt Oldenburg verbunden sind als auch ihren Platz in der Weltgeschichte, der Wissenschaft und der Kultur gefunden haben. Ich hoffe, dass Ihnen nicht nur diese Essays, sondern auch die zahlreichen Rückmeldungen der Leserinnen und Leser zum Essayzyklus und zu dem auf seiner Grundlage entstandenen Buch „13 jüdische Namen auf dem Stadtplan Oldenburgs“ Interesse bereitet haben.

Das jüdische Leben in Oldenburg entwickelt sich weiter und gewinnt zunehmend an Vielfalt. Heute gibt es in der Stadt nicht nur die traditionsreiche Jüdische Gemeinde, sondern auch die im Jahr 2024 gegründete Liberale Jüdische Gemeinde Oldenburg, die sich aktiv am kulturellen, gesellschaftlichen und Bildungsleben der Stadt beteiligt und damit ihren Beitrag zur Bewahrung und Weiterentwicklung des jüdischen Erbes leistet. Wer weiß – vielleicht werden schon in naher Zukunft weitere Namen jüdischer Persönlichkeiten auf dem Stadtplan Oldenburgs erscheinen. Denkbar wäre beispielsweise der Name jener Frau, deren außergewöhnlichem Engagement die Wiederbegründung der während der Schoa zerstörten Jüdischen Gemeinde Oldenburg zu verdanken ist. Gemeint ist die langjährige Vorsitzende Sarah-Ruth Schumann, die für ihre Verdienste um die Entwicklung der Stadt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Der Autor wünscht allen Leserinnen und Lesern sowie ihren Familien von Herzen Gesundheit, Glück, persönliches Wohlergehen, Erfolg und alles Gute.

Autor: Yakub Zair-Bek
Fotos aus dem Archiv des Autors